Humanitäre Krise in Burkina Faso

Flüchtlingslager Barsalogho, 100 km nördlich von Kaya
Rot markiert sind die Provinzen, die seit 1. Januar im Ausnahmezustand sind.
Flüchtlingslager Barsalogho, 100 km nördlich von Kaya
Rot markiert sind die Provinzen, die seit 1. Januar im Ausnahmezustand sind.

Seit mehreren Monaten leiden die Menschen im Norden und Osten von Burkina Faso täglich unter terroristischen Angriffen.

Auf der Suche nach Schutz fliehen viele in den Süden des Landes. Knapp hundert Kilometer von Kaya und unserem Medizinisch-Chirurgischen Zentrum (MCZ) entfernt, leben in den Lagern von Barsalogho und Foubé mittlerweile 13 000 Personen, darunter 7 000 Kinder. Sie sind ausschliesslich auf die Hilfe von Regierung und Nichtregierungsorganisationen angewiesen.

Ein prekäres Gleichgewicht

Unser Team vor Ort hat das Lager Barsalogho besucht, um das Ausmass der Bedürfnisse einzuschätzen und nach Absprache mit den verschiedenen Akteuren vor Ort angemessene Hilfe anzubieten. Abel Bamogo, unser Programmverantwortlicher in Burkina Faso, erzählt: „ In erster Linie wird Nahrung benötigt. Bis jetzt gewährleisten das Welternährungsprogramm und Unicef die täglichen Mahlzeiten. Dann braucht es auch Trinkwasser – 26 000 Liter pro Tag für die Flüchtlinge in den beiden Lagern. Ein 10 000-Liter-Tank deckt heute nur die Hälfte dieses Bedarfs. Auch sind nicht genügend Zelte vorhanden: Jedes Zelt bietet Platz für sieben Personen, doch suchen Nacht für Nacht dreissig Personen in einem Zelt Unterschlupf. In den beiden Lagern ist die Situation unter Kontrolle, doch das Gleichgewicht ist gefährdet, denn die humanitäre Situation kann schnell eskalieren.“

Morija hilft

Angesichts dieser Situation und im Rahmen seiner Möglichkeiten hat Morija entschieden, diesen Binnenvertriebenen in Absprache mit den verschiedenen Akteuren humanitäre Hilfe zu leisten. Neben dem Kauf von Getreide (Mais, Hirse, Reis) werden demnächst Hygienesets (Zahnbürste, Seife, Eimer etc.) verteilt, während Menschen mit Behinderungen an unser Medizinisch-Chirurgisches Zentrum überwiesen werden sollen.