Seit seiner Ausrufung durch die Generalversammlung der Vereinten Nationen im Jahr 1993 wird der Internationale Tag der Familien jedes Jahr Mitte Mai gefeiert. Sie hebt die Bedeutung hervor, die der Grundeinheit der Gesellschaft beigemessen wird, und zeigt Probleme auf, mit denen Familien weltweit konfrontiert sind. Es ist auch eine Gelegenheit, gute Praktiken von Regierungen, NGOs und der Zivilgesellschaft in der Familienpolitik hervorzuheben.
Eines der wichtigen Themen, die durch diesen Tag angesprochen werden, ist die Stärkung der Frauen im Haushalt. Besonders akut ist dieses Thema auf dem afrikanischen Kontinent, wo die Kultur den Frauen eine immer noch archaische Rolle auferlegt: Als Hauptarbeitskräfte auf den Feldern müssen sie schwere Lasten (Holzbündel, Wasserkanister oder Körbe, auf dem Kopf aufgetürmt) über weite Strecken, auf schlechten Wegen, oft barfuß tragen.
Eine wirksame Lösung für die Emanzipation dieser Frauen sind die von Morija im Tschad und in Burkina Faso eingesetzten Sparen für die Veränderung (SFV) für Frauengruppen, die von Moderatoren angeleitet werden, regelmäßig zu sparen, aus diesen Sparfonds Kredite aufzunehmen und ihre Darlehen mit Zinsen zurückzuzahlen. Diese SFV-Ausbildung schafft die Möglichkeit der Emanzipation durch zusätzliches Einkommen, das für sie unverzichtbar ist, insbesondere für die Schulbildung der Mädchen.
