In den letzten 18 Monaten hat die Coronavirus-Pandemie fast 77 Millionen Kindern die Schule entzogen. In vielen Ländern sind die Schulen zu lange geschlossen. Im Norden konnten Kinder dank neuer Technologien, die Fernunterricht ermöglichen, weiterlernen. Im Süden hat der Mangel an Mitteln eine Kluft zwischen Kindern und Zugang zu Bildung geschaffen.
Schulschließungen müssen die Ausnahme bleiben: UNICEF glaubt, dass „wir es uns nicht mehr leisten können, die Bildung dieser Kindergeneration zu stören“.
Burkina Faso: Zurück zur Schule unter Stress wegen der Sicherheitslage
Burkina Faso hat seine Schulen während der Höhepunkte der Pandemie geschlossen und sie dann im Verlauf der Pandemie wiedereröffnet, die stabil und weniger alarmierend ist als in Europa derzeit. Heute jedoch bleiben viele Schulen wegen einer zweiten Geißel geschlossen, die die Bildung einer ganzen Generation gefährdet: terroristische Gewalt.
Laut einer aktuellen Erklärung des Bildungsministers Stanislas Ouaro nimmt die Zahl der aufgrund von Terroranschlägen geschlossenen Schulen zu: „Zum 30. Januar 2020 verzeichneten wir 2.369 geschlossene Einrichtungen mit 325.245 Schülern und 10.408 Lehrern mit 623 beschädigten Einrichtungen . Seit diesem Datum bedauern wir leider 36 zusätzliche geschlossene Grundschulen“. Gleichzeitig informierte der Minister über die Wiedereröffnung von 824 Schulen und die Wiedereinschulung von mehr als 20.000 Schülern aus geschlossenen Einrichtungen oder intern vertriebenen Schülern in Aufnahmeeinrichtungen. Seit Januar 2016 wurden nach Behördenangaben 10 Lehrer getötet.